Wie ein Bild "Schritt für Schritt" entsteht.

Danke an das Model next Coraline aus der Model-Kartei

für die tolle Zusammenarbeit und das klasse Shooting.

Ich möchte hier einmal den "zu durchlaufenden" Weg eines Fotos zeigen, von der Fotografie bist zum fertigen Kunstwerk.

Ich bearbeite mit Photo-Shop CS3 und 4 und kann nur sagen, es ist ein unheimlich großer Spielplatz, der alle Möglichkeiten bietet, um der Fantasie freien Lauf zu lassen und wenn man ein wenig Kreativ ist, kommen wirklich tolle Bilder zustande.

Alles beginnt mit einer Idee vom Model oder vom Fotografen,

einem Gespräch darüber wie man es umsetzen kann und schon geht es los.

Ein wenig braucht es schon ein Auge fürs Detail, Feingefühl und Fantasie, um das Ergebnis schon beim Posen vor seinem geistigen Auge sehen zu können. Hier das Original Bild, das beim Shooting fotografiert wurde.

 

Zu Beginn entferne ich erst mal was alles nicht auf das Bild gehört.

Das war in diesem Fall der Stuhl.

Dann wird die Haut bearbeitet, weicher und sanfer, Unreinheiten beseitigt

und die Tonung festgelegt, welche für die weitere Bearbeitung ausschlaggebend ist.

Desweiteren habe ich dann die Strümpfe mit der gleichen Musterung belegt,

wie sie auch die Armstulpen haben.

Noch einmal habe ich die Tonung ein wenig nachgebessert.

Dann begann ich mit den tattoos.

In Kleinarbeit werden die Tattoos auf den Körper gelegt und so gedreht,

verzerrt, geschoben und verändert, bis sie genau zum Körper passen.

Auch das zweite Tattoo wurde auf diese Art aufgetragen und bearbeitet.

Danach habe ich die Augen, den Mund und die Haare mit weichem Licht-Filter und leichter Farbveränderung,

sowie Helligkeit und Kontrast, hervorgeholt und dadurch verstärkt.

Dann beginnt die Suche nach den richtigen, dazu passenden Flügeln.

Diese werden ebenso über Ebenen in Photo-Shop dazugefügt

und so bearbeitet, gedreht, geneigt, geschoben und verkrümmt,

bis sie von der Perspektive zum Model passen.

Dann wird alles überstehende, was den Körper nun verdecken würde,

wieder aus dem Bild gelöscht.

Nun habe ich den Hintergund, das Wurzelwerk, eingefügt,

auf dem das Model hier mehr oder weniger sitzt.

Danzu habe ich dann den grauen Hintergrund in helleres Licht getaucht,

um einen besseren Kontrast zu erzielen.

Auch Teile und Stellen der Flügel und des Models müssen dann immer wieder

aufgehellt oder auch nachgedunkelt werden, um bei einem guten Konzept zu bleiben.

Es ist mehr oder weniger ein bisschen Gefühlsarbeit, hier die richtigen Akzente zu setzen.

Um dem Bild den nötigen Flair zu geben, belegte ich das gesammte Bild mit einer Art Schiefer Struktur.

Auch hier wird sich mit Hilfe der Deckkraft einer Ebene,

Stück für Stück zur richtigen Stärke, Helligkeit und dem Kontrast durchgearbeitet, der dem Bild dann den von mir gewollten Royo-Frances-Stil gibt.

Die Textur auf dem Model und vereinzelte anderen Stellen, die sich störend auf das Bild auswirken,

werden nun wieder entfernt.

Wieder nachbelichten, aufhellen, abdunkel...

Mit einer neuen Verlauf-Ebene den Hintergrund etwas abdunkeln,

von unten nach oben, bis genau die optimale Helligkeit erreicht ist.

Dann geht es in die Endrunde.

Wenn alle Farbtonungen so stimmen,

wie ich es in meinem Kopf vorgesehen habe,

wenn alle Kontraste stimmen und ich mit dem Ergebns zufrieden bin, 

entscheide ich, ob das Bild einen rahmen bekommt, oder nicht.

Manchmal ist es besser, man verzichtet auf einen Rand und läßt nach außen offen,

um das Bild nicht zu begrenzen.

Bei diesem jedoch, war die Begrenzung von mir gewollt, weil sie das Bild

noch zusätzlich hervor hebt und der Betrachter das Gefühl hat, das Model noch intensiver zu sehen. Ich konnte bei weitem jetzt hier nicht alle Schritte im Einzelnen aufzählen, die ich zwischendurch immer und immer wieder vornehme,

um Feinheiten herauszuarbeite. Das würde einem Kurs in Photo-Shop gleichkommen und eine halbe Ewigkeit beanspruchen, dennoch hoffe ich mit dieser Serie, dem ein oder anderem einen kleinen Einblick in meine Arbeit und den damit verbundenen Zeitaufwand gegeben zu haben, der mit jedem Kunstwerk verbunden ist.